Essstörung ist ein Arschloch. Und damit drücke ich mich noch nett aus. Sie gibt keine Ruhe, sie sabotiert mich in jeder Minute meines Lebens, und jetzt muss ich wieder aktiv durch den Entzug.

Als ich im März die 29 Tage Heilfasten beendete, lief alles wie von allein. Der Kopf war frei von Fressgedanken und ich kam auch gut durch die folgenden acht Aufbautage. Am Abend des achten Tages allerdings wurde ich schwach. Ich aß 10 Pringles, die ich mir vom Tochterkind geschnorrt habe.

Plan A – Essstörung sofort wieder eindämmen

Pläne kann ich immer perfekt machen. Da bin ich ungeschlagener Meister. Allerdings auch, im Pläne nicht durchführen. Ok, ich kämpfe hier gegen eine psychische Verhaltensstörung, und wenn Pläne schmieden und das Durchführen selbiger so einfach wäre, wäre diese Essstörung nicht so eine tückische Krankheit.

Am Morgen des 09.04. beschloss ich, sofort eine Woche Wasserfasten einzulegen um diesem Fresskreislauf wieder zu entkommen. Denn nach dem Aufstehen war der erste Gedanke, dass ich Bock habe zu essen. Mit Wasserfasten bekomme ich die Schatten normalerweise relativ gut wieder in den Griff. Diesmal nicht.

Aus dem wirklich extremen Fressanfall am Abend des 08.04. wurde ein Dauerfressen bis gestern Abend (10.04.). Das waren über den Daumen gepeilt ca. 30.000 kcal in drei Tagen. Am zweiten Fresstag gab es dann keinerlei Grenzen mehr. Bedeutet, ich habe auch wieder Zuckerzeug gegessen. Somit musste ich nun hier auf dem Blog nicht nur den Counter für „… Tage ohne Binge Anfall“ zurücksetzen sondern auch „… Tage in Ketose“. Denn die Tage haben mich komplett aus der Ketose gehauen. Auch heute war ich bereits mehrere Male kurz davor zu essen.

Plan B – Verzögerter Start von Plan A

Es darf auf keinen Fall so weiter gehen. Dann wars das beim nächsten Wiegen nämlich mit der 86 kg Abnahme und anstatt dann die 100 kg Abnahme voll zu machen, knacke ich dann wieder das Körpergewicht von über 200 kg. Das darf nicht passieren.

Ich kämpfe mich heute von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde und versuche dem Fressdrang zu widerstehen. Ein Hilfsmittel dabei ist das Schreiben dieses Textes.

Also ab heute bzw. gestern Abend für eine Woche Wasserfasten und als Ausnahme erlaube ich mir auch schwarzen Kaffee. Mein physischer und psychischer Zustand ist katastrophal. Ich habe starke Schmerzen und die Depressionen haben mich voll überrannt. Bekomme eigtl. gar nichts auf die Reihe, daher wundere ich mich schon, dass ich mich aufraffen konnte zu Bloggen.

Sorry, wenn der Text vielleicht etwas konfus rüber kommt. Ich kann mich gerade kaum richtig konzentrieren. Ich veröffentliche aber trotzdem.

Wie es mir die Woche ergeht, was für Probleme auftreten und ob ich überhaupt den heutigen Tag schaffe, kannst Du im Telegram-Kanal verfolgen. Über Dein Interesse würde ich mich freuen. Das gibt mir Kraft.

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2 Kommentare zu “Essstörung | Der Kampf gegen die Sucht

    Erwähnungen

    • User AvatarDerWagrier 💉³

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