Ich schrieb es heute bereits auf Mastodon. Nach einem Denkanstoß informierte ich mich genauer über die Gesetzeslage und es ergab sich, dass ich die Seite bei *pieeeeeep* sofort vom Netz nehmen musste. Denn als Empfänger von SGB XII (Grundsicherung) ist es mir nicht gestattet, Geldgeschenke / Spenden anzunehmen.

Wenn uns jemand unterstützen möchte und wissen will, wie man meiner Tochter und mir trotzdem noch helfen kann oder wenn Fragen sind, der meldet sich am besten per Email über die Adresse wagrier[ät]pm[punkt]me bei mir. Man kann sich auch per Messenger melden. Dazu einfach auf der Kontaktseite schauen.

Eine weiter Möglichkeit ist, wenn jemand Anderes Spenden sammelt und davon dann Sachspenden kauft.

Geschenkt wurden kürzlich dringend notwendige Turnschuhe und ein Fahrradschloss sowie Schulsachen für das Kind und Lebensmittel. Dafür herzlichen Dank an die Supporter <3


Die dringendsten Sachen die derzeit benötigt werden

  • T-Shirts für das Kind
  • Kettenöl und Fahrradwerkzeug für Tochterkinds neues Fahrrad (ca. 30,00 €)
  • Eine neue C-Pap Maske für mein Schlafapnoe-Atemgerät (179,00 € + 29,90 € für den Schlauch)

Folgend noch mal der Text, der auf *pieeeeep* stand:

Mein Name ist Mario, habe eine Tochter, bin 52 Jahre alt und ich bin esssüchtig.

Hallo, es freut mich, dass Du es als erachtenswert siehst, Dir meine Spendenseite anzuschauen. Dafür schon mal meinen herzlichsten Dank. Ich beschreibe im Folgenden etwas, wie ich in die heutige Situation gekommen bin und was mich aktuell dazu bewegt hat, um Hilfe zu bitten.

Mein Lebensweg war nie wirklich leicht, schon mit 17 Jahren litt ich an Depressionen, die mich mit 18 dazu führten, meinem Leben ein Ende setzen zu wollen. Der Versuch ging daneben und das ist auch gut so. Ich fing 1990 an, den Beruf des Krankenpflegers zu erlernen. In diesem Beruf arbeitete ich bis 2002. Ich habe mir im Beruf drei Bandscheiben ruiniert, was mich in eine schwere Schmerzmittelabhängigkeit trieb. 2002 kam dann der große Zusammenbruch. Ich war nicht mehr in der Lage, meinen Beruf auszuüben. Ich begann einen Entzug der Schmerzmittel ohne Hilfe und ich rutschte von einer Schmerzmittelsucht in eine Essstörung. So habe ich von 2002 bis 2004 von 140 kg auf 230 kg zugenommen.

2004 war mein Leidensdruck so hoch und ich begann abzunehmen. Es gelang mir bis 2006 120 kg abzunehmen. Ich begann eine Umschulung, ich fand eine neue Liebe, ich wurde Vater und es schien, als wären meine schlimmsten Jahre vorbei. Die neuen Lebensbedingungen waren zu viel für mich und schleichend rutschte ich wieder in meine Essstörung zurück. Es ist übrigens das Binge Eating Syndrom. Diesmal wurde alles noch schlimmer, als es jemals war. Ich habe zugenommen auf 268 kg (das war 2017) und es entwickelte sich noch eine ausgeprägte soziale Angststörung. Die Jahre bis dahin waren schlimm, meine Ehe entwickelte sich zur Hölle, es gab psychischen Missbrauch und meine damalige Frau führte ein Doppelleben, bis sie 2018 von einem Tag auf den anderen verschwand und mich schwerstbehindert mit meinem Kind und einem fünfstelligen Schuldenberg zurückließ.

Aber seit 2017 habe ich den Kampf gegen meine Krankheit wieder aufgenommen. Es geht schleppend voran und nach Erfolgen gab es auch immer wieder Rückschläge. So einfach, wie es damals war, ging es nicht mehr. Trotzdem kann ich seit dem einen Gewichtsverlust von 86 kg vermelden.

Heute stehe ich da, ohne Wohnung (lebe mit meinem Kind in einer nicht sehr tollen Situation bei meinen Eltern), beziehe Grundsicherung, kann kaum laufen (gehe am Rollator) und kämpfe in meinem täglichen Kampf darum, wieder ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung führen zu können. Meine Tochter ist nun 15 und ich habe nur noch wenige Jahre, um wirklich aktiv an ihrem Leben teilzunehmen. Ich konnte nur ihre ersten zwei Lebensjahre etwas mit ihr unternehmen. Daran erinnert sie sich nicht mehr. Also aus ihrer Sicht haben wir, außerhalb der Wohnung, noch nie etwas zusammen unternommen.

Mit Grundsicherung ist es mir kaum möglich, alles was anfällt abzudecken. Schon wenn mal eine neue ungeplante Hose fürs Kind, oder nicht geplante Ausgaben für Schulsachen, oder andere Sachen dazu kommen, kommt direkt der gesamte Monat ins Schwimmen. Gerade jetzt bei den gestiegenen Preisen durch Krieg und Inflation. Die Kosten für den Wocheneinkauf sind im Schnitt um 40 % gestiegen. Unten unter diesen Text zähle ich einige Dinge auf, die mehr oder weniger notwendig sind, aber finanziell nicht umsetzbar.

Dazu kommt meine besondere Ernährung (ich ernähre mich ketogen), die hier und da so teure Lebensmittel bedarf (z.B. Mandelmehl, Nuss Mus, MCT-Öl, Avocado-Öl) die ich einfach finanziell nicht erbringen kann. Ich brauche neue Kleidung, die für Menschen meines Gewichts nicht gerade günstig ist, ich würde für den Muskelaufbau gern ein Langhantelset haben, was einfach nicht drin ist und so vieles mehr. Dazu kommt, dass ich sehr gerne auf Discounterfleisch verzichten würde, es aber nicht kann, da es schon einen Unterschied macht, ob das Kilo Fleisch 5 Euro oder 25 Euro kostet.

Vielleicht ist es jammern auf hohem Niveau. Aber ich will mein Ziel erreichen, ich will mein Leben zurück haben, ich will meinem Kind das ermöglichen, was sie braucht und unter den aktuellen Umständen ist es furchtbar schwer, weil ständig etwas dazwischen kommt, was alle Pläne wieder umschmeißt, dass wir Mitte des Monats plötzlich ohne Geld dastehen und wir einfach seit zwei Jahren auf der Stelle trampeln.

Vielen Dank für Deinen Besuch und die Zeit die Du geopfert hast, die Du zum Lesen erübrigen musstest.

In meinem Blog gibt es unter https://fressgestoert.de/fortschritt-fotos/ eine passwortgeschützte Seite mit drei Fortschritt-Fotos meiner Abnahme. Das Passwort ist bei mir unter weiter oben genannter Mailadresse zu erfragen.

Und wer Fragen zu irgendwas hat, kann sich sehr gerne bei mir melden. Entweder unter obiger Mailadresse oder über Telegram (https://t.me/Fressgestoert)

4 Kommentare zu “Helfen

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    • User AvatarFrank Fischer
    • User AvatarPhantomprotokoll
    • User AvatarFrank Fischer

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